An Stränden oder an Flussufern findet man ja immer mal wieder Plastikmüll, wie Plastiktüten oder Plastikflaschen. Doch was wir nicht sehen, sind die unter 5mm kleinen Kunststoff-Teilchen namens Mikroplastik. Man findet diese Teilchen beispielsweise in Kosmetik, Zahnpasta oder in Waschmitteln.

Ist Mikroplastik gefährlich?

Ob Mikroplastik für uns Menschen gefährlich werden kann, ist noch nicht ganz klar. Forscher haben herausgefunden, dass sogar in Mineralwasser Mikroplastik enthalten ist. Von den 38 untersuchten Wassersorten waren jene aus Plastikflaschen besonders stark belastet. Man fand durchschnittlich 118 Mikroplastikpartikel pro Liter. Aber auch Mineralwasser aus Glasflaschen enthielt, mit etwa 50 Liter, teilweise größere Mengen an Mikroplastikpartikeln. Doch Kunststoffe aus Kosmetik können ins Abwasser,in das Meer oder in andere Gewässer gelangen. Dort werden sie dann von Lebewesen, wie Seehunden und Fischen etc. aufgenommen. Ein weiteres Problem ist, dass sich das Mikroplastik im Gewebe von Fischen und anderen Tieren ansammelt und diese Tiere dann vielleicht wieder auf unseren Tellern landen. Mikroplastik kann das Immunsystems eines Tieres schwächen, oder es kann seine Sterblichkeit steigern. Ebenso könnten sich die Partikel im Magen-Darm-Trakt ablagern, die Verdauung behindern und die Aufnahme von Nahrung blockieren. Das führt dazu, dass die Tiere verhungern. Außerdem zieht Mikroplastik in Gewässern Umweltgifte an.

Wie viel Mikroplastik gibt es und wo kommt es her?

Es wird geschätzt, dass jedes Jahr um die 364.000 Tonnen Mikroplastik unsere Umwelt verschmutzen. Allein um die 33% des Mikroplastiks entsteht durch Kraftfahrzeuge, durch den Reifenabrieb. Weitere 10% entstehen durch nicht richtig entsorgten Plastikmüll, wie Plastikflaschen oder Tüten. Sie zerfallen über Jahrzehnte durch Wind und Sonne, und werden schließlich zu Mikroplastik.

Hier sind 9 Tipps, was du gegen Mikroplastik tun kannst!

  • Achte darauf weniger (wenn möglich gar keine) Kosmetikprodukte mit Mikroplastik zu kaufen
  • Meide Plastikverpackungen
  • Versuche keine Kleidung aus Synthetikfasern zu kaufen ( Kleidung mit Synthetikfasern verlieren bei jeder Wäsche kleine Faserteilchen )
  • Verwende keine Putztücher aus Mikrofaser
  • Meide Weichspüler
  • Informiere deine Bekannten und Freunde über das Problem
  • Entsorge deinen Müll fachgerecht und trenne ihn
  • Informiere dich über die in Kunststoffen enthaltenen Schadstoffe
  • Und werde aktiv! Es gibt beispielsweise Aufräumaktionen und andere Projekte, die ihr unterstützen könnt.

 

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