Was ist Fridays forKlimastreik, Schulstreik, Schule, Streik, Schüler Future überhaupt?

Fridays for Future ist eine Schüler- und Studierendenbewegung, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Schüler*innen gehen freitags während der Unterrichtszeit auf die Straße und protestieren für den Klimaschutz. Überall auf der ganzen Welt finden diese Demonstrationen statt.

Wer hat Fridays For Future ins Leben gerufen?

Fridays for Future wurde von Greta Thunberg, einer schwedischen Klimaschutzaktivistin ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, dass Schweden das Übereinkommen von Paris einhält. Sie wurde vom amerikanischen Magazin Time in die Liste der 25 einflussreichsten Teenager des Jahres 2018 und in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2019 aufgenommen.

Ihr Motto:

“Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?”                                                                                  

„Wieso sollte ich für eine Zukunft lernen, die vielleicht gar nicht mehr da sein wird, wenn niemand etwas gegen den Klimawandel tut?

Wie finden Politiker diese Demonstrationen?

Die Meinungen sind sehr unterschiedlich.

Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen.“                                                                                                              Angela Merkel, Bundeskanzlerin

                                

                                                                                                      

“ Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das  technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. […] Das ist eine Sache für Profis.

Christian Lindner, FDP-Chef

 Ein paar unserer Reporter waren auf einer Fridays for Future Demo, und haben ein paar Demonstranten befragt:

Bei unserer Umfrage auf der Demonstration in Hamburg, dem 07. Juni 2019, hat uns vor allem interessiert, was die einzelnen Interessen und Ziele der streikenden Schüler*innen sind. Dabei haben wir sehr einheitliche Antworten auf die einzelnen Fragen bekommen.

Schule Strike 4 Klima, Demonstrationen, Zagreb

Die allgemeine Forderung an den Staat ist, dass sich die Politik grundlegend ändern muss. Man kann laut den befragten Schüler*innen keine moderne Klimapolitik praktizieren, wenn man nicht auch dazu bereit ist, sein grundlegendes Verhalten im Alltag zu verändern. Aber genau diese Bereitschaft zeigen die Jugendlichen. Man soll laut ihnen einfach einmal anfangen. „Wenn man immer nur an der Theorie nagt, kommt man nie voran und wir müssen vorankommen. Alle Experten sind sich darin einig, dass wir mit dem jetzigen Arbeitstempo keinen rechtzeitigen Wechsel in der Klimapolitik schaffen.“,  sagte eine der Befragten.

Besonders die Person, die diese Demonstrationen ins Leben gerufen hat, wird von den meisten Schülern als Vorbild gesehen und nimmt die Position eines Idols ein. Greta Thunberg ist laut den Demonstranten eine starke Frau, die mit Mut etwas in der Welt verändern will und jeder sollte sich an ihr ein Beispiel nehmen. Die Schüler*innen wollen ihr folgen und ihre Zukunft klar selbst in die Hand nehmen, anstatt weiterhin in die Politik zu vertrauen.

Aber in einer Frage waren sich alle Befragten besonders einig. Sie gehen alle davon aus, dass sich durch ihren Aufruf nur die Bürger aufraffen, etwas an ihrem Lebensstil zu ändern, in der Politik wird sich vorerst keine Veränderung abspielen. Diese Einstellung zeigt auch noch erneut, dass die Hoffnung und das Vertrauen in die Politik aufgebraucht ist. Zumindest auf die Jugend scheint dies zuzutreffen, da es viele Jugendliche für nötig halten, noch ein weiteres Mal auf die „Friday’s for Future“-Demonstrationen zu gehen.

Daran, dass sich durch ihre Bewegung vieles verändern kann, halten die jugendlichen Demonstranten fest. Sie werden sich nicht durch Aussagen wie „Klimaschutz sei nichts für Schüler*innen, sondern eine Sache für Profis“, wie es Christian Lindner sagte, aus der Ruhe bringen lassen. Mit Aussagen wie:„Wenn die Profis seit mehreren Jahren nichts tun, müssen eben wir Schüler*innen etwas unternehmen.“, entkräfteten sie das „halbherzige“ Argument des FDP Politikers. Außerdem behaupteten die Schüler*innen, dass man keine Profis braucht, wenn auch Schüler*innen hunderte Innovationen für den Klimaschutz haben und die Jugend immer informierter wird.

Aber nicht nur gegen solche Aussagen der Politiker müssten sich die Schüler*innen behaupten. Die Meinung, dass es sich bei den streikenden Jugendlichen lediglich um Schulschwänzer handelt, kursiert schon lange in den Köpfen einiger Menschen. Doch auch gegen eine solche „Beleidigung“ wehren sich die Demonstranten. Sie halten so etwas für ein inakzeptables Verhalten. „Wenn man so etwas ernsthaft behauptet, ist das einfach nur ein Schutzmechanismus. Die Politiker versuchen sich mit solchen Aussagen darum zu winden, eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema zu starten.“, sagten die Jugendlichen. Sie geben zu, dass es bestimmt ein paar „schwarze Schafe“ geben mag, doch der Großteil der Demonstranten wollen sich ihre, und die Zukunft ihrer Kinder sichern.


 

 

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.